HSI startet mit neuem Projektfeld

08.01.2018 CJD Berlin-Brandenburg « zur Übersicht

Im Projekt „Haftvermeidung durch soziale Integration“ (HSI) gibt es seit dem 1. Januar ein neues Angebot: Ambulante Maßnahmen für straffällige Jugendliche und junge Heranwachsende. Neben „Arbeit statt Strafe“ und der Anlauf- und Beratungsstelle handelt es sich nun um das dritte Angebot des HSI-Projekts und gewährleistet eine umfassende Betreuung von Straffälligen.

Mit der erneuten Bewilligung der Mittel aus dem Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg und des Europäischen Sozialfonds in der neuen Förderperiode 2018 bis 2020 läuft das Projekt Haftvermeidung durch soziale Integration (HSI) erfolgreich im CJD Berlin-Brandenburg an den Standorten Perleberg und Neuruppin weiter. Ein drittes Projektfeld im Rahmen von Haftvermeidung durch soziale Integration ist zum 1. Januar 2018, für die Dauer eines Jahres am Standort Neuruppin, hinzugekommen, hierbei handelt es sich um „Ambulante Maßnahmen für straffällige Jugendliche und junge Heranwachsende“.

Im Projekt Haftvermeidung durch soziale Integration (HSI) geht es um die  Integration von Straffälligen, Haftentlassenen und Haftgefährdeten. Zielgruppen sind Jugendliche und Erwachsene, deren Haftentlassung bevorsteht oder die bereits entlassen sind, Personen, die bereit sind, eine Geldstrafe abzuarbeiten und kriminell gefährdete Jugendliche, die mit Freiheitsentzug zu rechnen haben. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der  Vermittlung in Arbeit und Beschäftigung und dem Verhindern von Rückfällen.
 
Im gesamten Landgerichtsbezirk Neuruppin werden die Klienten beraten und betreut. Zu festen Sprechzeiten sind die Mitarbeitenden in den jeweiligen Büros in den Städten Perleberg und Neuruppin, erreichbar. Darüber hinaus arbeitet das Team mit aufsuchender Sozialarbeit und besucht die zu Betreuenden in ihrem häuslichen Umfeld und kann so auf multiple Problemlagen individuell eingehen und weiterführende Hilfesysteme aus dem Netzwerk der Kooperationspartner hinzuziehen.
 
Ziel ist jedoch nicht nur die Vermeidung erneuter Straffälligkeit, sondern auch die Suche nach längerfristigen Anschlussperspektiven für die Klienten, d.h. vor allem Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt sowie die Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit durch Qualifizierung und Weiterbildung in enger Zusammenarbeit mit den Jobcentern. Aber auch die regionale Vernetzung von HSI mit Arbeitgebern, Staatsanwaltschaften, Sozialen Diensten der Justiz, Jugendgerichtshilfe, Polizei etc. steht permanent im Vordergrund. Des Weiteren verfügt das CJD Berlin-Brandenburg über einen Arbeitgeberpool, in dem Praktikumsbetriebe und potentielle Arbeitgeber gelistet sind. Ein persönliches individuelles Coaching, Vorbereitung, Begleitung und Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche und Arbeitsstellenvermittlung wird durch das Team HSI umgesetzt.

Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg.
Telefonisch erreichen Sie die Mitarbeitenden des Projektes Haftvermeidung durch soziale Integration unter der Rufnummer 03876 78 34 28.

Sandra Arndt
Mitarbeiterin HSI
Haftvermeidung durch soziale Integration
„Arbeit statt Strafe“