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CJD Kita Stubs und Fridolin zur Berliner Modellkita ernannt

28.08.2019 CJD Berlin-Brandenburg « zur Übersicht

Die CJD Kita Stubs und Fridolin ist seit Mai 2019  eine der acht Modellkitas für Inklusion und Integration von Kindern aus Familien mit Fluchterfahrung. Das Projekt entstand 2016 auf Initiative des Berliner Senats. Die Modellkitas bieten anderen Berliner Kitas Konsultationen nach dem Prinzip „Praxis berät Praxis“ an.

Unter der Leitung der Vernetzungsstelle im Verband Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder (VETK) des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (DWBO) entwickeln und professionalisieren die Modellkitas ihre Arbeit zum Thema Inklusion und Integration von Kindern mit Fluchterfahrung. Die Modellkitas nehmen auch am Fachaustausch sowie an Fortbildungen und Fachgesprächen mit Expert*innen teil und systematisieren somit ihre Fachkenntnisse.

Die Kita Stubs und Fridolin hat ihren Standort direkt in der Siemensstadt, am westlichen Rand des Bezirkes Berlin-Spandau. Kinder aus vielen verschiedenen Familienkulturen und Lebensrealitäten besuchen die Einrichtung, was von dem Pädagog*innen-Team, als sehr bereichernd empfunden wird. In der Kita werden 80 Kinder im Alter von circa einem Jahr bis zum Schuleintritt betreut, begleitet und pädagogisch gefördert. Seit 2015 besuchen auch Kinder aus geflüchteten Familien die Kita. Das pädagogische Team vertritt die Haltung, dass die Basis für ein friedliches und wertschätzendes Miteinander in der Vielfalt der Kinder und ihrer Familien in der Kita gelegt werden. Ein gegenseitiges Kennenlernen und Anerkennen anderer Lebensweisen hilft dabei, Vorurteile zu erkennen, abzubauen oder ihnen vorzubeugen.

Ein besonderer Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit bildet das soziale Bildungsprojekt CJD Panorama, in welchem alle Kinder der Kita eine Einführung in klassische Musik und in die Streichinstrumente (Geige oder Cello) erhalten. Die Musikpädagog*innen, von denen sie begleitet werden, haben unterschiedliche Nationalitäten und tragen dadurch zum Erleben von Vielfalt als Normalität bei. Dieses Projekt, das in seinem inklusiven Ansatz allen Kindern, ohne Auswahlverfahren, den Zugang zu musikalischer Bildung bietet, bildet eine Basis für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und ist unter dem Aspekt der Resilienzentwicklung für alle Kinder von großem Gewinn.

Schwerpunkte der Konsultation

  • Vorstellung der pädagogischen Arbeit im Umgang mit Vielfalt (Gestaltung von Räumen als „dritter Erzieher“, angelehnt an die Reggio-Pädagogik)
  • Vorstellung des Panorama-Projektes, Hospitation nach Absprache möglich
  • Einblicke in unsere Kooperation mit der Grundschule (z.B. Nutzung der Bibliothek, gemeinsame Konzerte, regelmäßiger Arbeitskreis etc.)

Die Umsetzung des Projektes kann nur erfolgreich sein, wenn sie gut strukturiert, organisiert und vom gesamten Team unterstützt wird. Deswegen wurde die Teilnahme an diesem Projekt im Vorfeld mit dem Mitarbeiter*innen-Team besprochen und eine gemeinsame Entscheidung getroffen. Die Teilnahme am Projekt wird von dem Mitarbeiter*innen-Team auch als Wertschätzung der bisherigen pädagogischen Arbeit gesehen.

Verantwortlich für die Umsetzung der Durchführung des Angebotes ist in erster Linie die Leitung der Einrichtung, welche gemeinsam mit dem Team und dem Träger, für eine Qualitätssicherung und eine kontinuierliche Weiterentwicklung der kultursensiblen Pädagogik sorgt. Die Vision im Projekt ist es, ein Miteinander statt ein Nebeneinander zu entwickeln.

Antje Stutz
Leiterin Kita Stubs und Fridolin

Agnieszka Andryszczak
Fachbereichsleiterin Elementarpädagogik und Familienbildung