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Freiwillige für ein Jahr in der Außenwohngruppe Perleberg

20.01.2017 CJD Berlin-Brandenburg « zur Übersicht

Bozhena Lozynska ist eine junge Frau aus der Ukraine. Ein Jahr lang arbeitete sie in der Außenwohngruppe Perleberg im Zuge des Europäischen Freiwilligendienstes. Sie wuchs den Bewohner/innen und auch den Mitarbeitenden sehr ans Herz. Trotzdem hieß es im Januar, Abschied nehmen. Als Erinnerung schrieb Bozhena einen Bericht über ihre Zeit und ihre Erlebnisse in der AWG Perleberg:
 
Ich heiße Bozhena und ich komme aus der Ukraine. Jetzt bin ich schon wieder zuhause, nachdem ich ein Jahr als Freiwillige in CJD Perleberg verbracht habe.  In ein paar Sätzen es ist sehr schwer alles zu beschreiben, was ich da erlebt habe, ich finde kann man ein Buch darüber schreiben.

Ein Jahr vorher habe ich in einer IT-Firma im Kundendienst gearbeitet und es war die Arbeit, die mir überhaupt kein Spaß machte und als ich zu der Meinung gekommen bin, dass ich gerne in meinem Leben etwas verändern möchte, habe ich die Information über EVS-Projekt in Außenwohngruppe in Perleberg gesehen und mich entschieden mich zu bewerben. Jetzt mein Freiwilliges Jahr ist schon vorbei und es tut mir sehr leid, dass ich alle wunderbare Menschen, die ich da kennengelernt hatte, verlassen sollte. Ich vermisse sehr.
 
Die Wohngruppe in Perleberg besteht aus 14 Erwachsene mit geistige und teilweise körperliche Behinderung und im Laufe des Jahres meine Aufgabe war die Bewohner im Alltag zu unterstützen: zusammen haben wir gebastelt, eingekauft, gekocht, gewaschen, spazieren gegangen, ich begleitete die Bewohner zum Arzt.

Ich finde aber, dass ich von unsere Bewohner und meine Kollegen im Alltag auch ganz viel Unterstützung bekommen habe. Ich bin aus anderen Land gekommen, wo alles ganz anders ist und es war so viel Sachen, die ich gar nicht wusste: Ich wusste nichts über Mülltrennung, ich wusste nicht, dass am Sonntag alles geschlossen ist, ich wusste nicht wie man eine Fahrkarte kaufen kann, ich habe zum ersten Mal ein Trockner gesehen und konnte nicht anmachen... Aber immer war jemand da, der mir dabei helfen kann. Mit den Bewohnern und meine Kollegen waren wir wie eine große Familie und zusammen haben wir ganz viel Spaß gehabt, es war immer was zum Lachen.
 
Ja, manchmal war es auch stressig, sogar meine erste Feueralarm in der Nacht werde ich nie vergessen. =) Jetzt sehe ich das aber, wie eine sehr nützliche Lebenserfahrung.
 
Die Zeit läuft sehr schnell, im Laufe des Jahres habe ich sehr viele unvergessliche Momente erlebt und dafür bin ich meiner CJD Perleberg Familie sehr dankbar!

Bozhena Lozynska