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Helfende Hände – Ein Blick über den Tellerrand

17.12.2018 CJD Berlin-Brandenburg « zur Übersicht

Die Perleberger Mitarbeitenden aus dem Projekt Haftvermeidung durch soziale Integration (HSI), machten sich am Freitag, 14. Dezember, gemeinsam auf den Weg nach Wittenberge. Ziel war die Wittenberger Tafel. Geplant war die Unterstützung der zum Teil ehrenamtlich arbeitenden Helfer in der Tafel. So packte das gesamte Team mit an und half beim Sortieren der Lebensmittel, die aus den Supermärkten der Stadt abgeholt werden. Ebenso trafen immer wieder Kleiderspenden ein, die von Einwohner*innen der Stadt und den umliegenden Gemeinden selbst gebracht wurden.

Flinke Hände waren gefragt, denn beim Blick auf die Uhr rückte auch die Mittagslieferung immer näher, jeden Tag kommen Gäste zum Mittag und haben hier die Möglichkeit eine warme Mahlzeit für wenig Geld zu bekommen. Ab 13.00 Uhr können dann Bewohner*innen mit einem Berechtigungsschein bei der Tafel einkaufen und in der Kleiderkammer ebenso günstig Kleidung erwerben. Beim Helfen beantworteten die Mitarbeitenden der Tafel geduldig alle Fragen und gewährten dem HSI-Team einen tieferen Einblick in den Alltag vor Ort.

Die Zusammenarbeit mit den Tafeln in Wittenberge und Perleberg besteht bereits viele Jahre. Regelmäßig werden hier Schützlinge im Rahmen des Projektes HSI eingesetzt. So auch Michel H., 24 Jahre alt, aus Wittenberge. 360 Stunden soziale Arbeit, Michel H. hat die Bewilligung der Staatsanwaltschaft bekommen.

Seine Strafe kann er nun in gemeinnütziger Arbeit ableisten. Für viele gemeinnützige Vereine ist dies eine Möglichkeit zusätzlich tatkräftige Unterstützung zu bekommen. Manchmal kein leichtes Unterfangen, fehlende Kompetenzen bei den Klienten, wie zum Beispiel eine nicht vorhandene Tagesstruktur, verlangen den Verantwortlichen in der Ableistungsstelle Geduld und Empathie ab.

An dieser Stelle möchte sich das HSI-Team für den Blick über den Tellerrand und die immer freundliche Zusammenarbeit bei allen Mitarbeitenden in der Tafel bedanken, in der täglichen Arbeit kommt das oft zu kurz.

Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg. Telefonisch erreichen Sie die Mitarbeitenden des Projektes Haftvermeidung durch soziale Integration unter der Rufnummer
03876 78 34 28.