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Projekt "Haftvermeidung durch soziale Integration" wächst

02.01.2019 CJD Berlin-Brandenburg « zur Übersicht

Mit dem Start in das neue Jahr, gibt es im Projekt Haftvermeidung (HSI) durch soziale Integration im CJD Berlin-Brandenburg wieder erfreuliche Neuigkeiten. In der laufenden Förderperiode des Europäischen Sozialfonds und mit den Mitteln aus dem Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg wird das Projekt HSI im CJD Berlin-Brandenburg in drei Projektfeldern weitergeführt und ausgebaut.

Für ein weiteres Jahr wurde am Standort Neuruppin und ab Januar 2019 ebenso in Oranienburg das Projektfeld „Ambulante Maßnahmen für straffällige Jugendliche und junge Heranwachsende“ bewilligt. Somit wächst das Projekt HSI im CJD Berlin-Brandenburg im Jahr 2019 weiter.
 
Die Projektfelder „Anlauf- und Beratungsstelle“ am Standort Neuruppin und „Arbeit statt Strafe“ in Perleberg laufen ebenso wie in den Jahren zuvor in bewährter Weise weiter. Das HSI-Team ist hoch motiviert die Herausforderungen mit den besonderen Sachlagen der Klienten und Klientinnen im neuen Jahr in Angriff zu nehmen.

Im Projekt Haftvermeidung durch soziale Integration (HSI) geht es um die  Integration von Straffälligen, Haftentlassenen und Haftgefährdeten. Zielgruppen sind Jugendliche und Erwachsene, deren Haftentlassung bevorsteht oder die bereits entlassen sind, Personen, die bereit sind, eine Geldstrafe abzuarbeiten und kriminell gefährdete Jugendliche, die mit Freiheitsentzug zu rechnen haben. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Vermittlung in Arbeit und Beschäftigung und dem Verhindern von Rückfällen.
 
Im gesamten Landgerichtsbezirk Neuruppin werden die Klienten beraten und betreut. Zu festen Sprechzeiten sind die Mitarbeitenden in den jeweiligen Büros in den Städten Perleberg, Neuruppin und ab Januar 2019 in Oranienburg erreichbar. Darüber hinaus arbeitet das Team mit aufsuchender Sozialarbeit und besucht die zu Betreuenden in ihrem häuslichen Umfeld und kann so auf multiple Problemlagen individuell eingehen und weiterführende Hilfesysteme aus dem Netzwerk der Kooperationspartner hinzuziehen.
 
Ziel ist jedoch nicht nur die Vermeidung erneuter Straffälligkeit, sondern auch die Suche nach längerfristigen Anschlussperspektiven für die Klienten, d.h. vor allem Jobs auf dem 1. Arbeitsmarkt sowie die Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit durch Qualifizierung und Weiterbildung in enger Zusammenarbeit mit den Jobcentern.

Aber auch die regionale Vernetzung von HSI mit Arbeitgebern, Staatsanwaltschaften, Sozialen Diensten der Justiz, Jugendgerichtshilfe, Polizei etc. steht permanent im Vordergrund. Des Weiteren verfügt das CJD Berlin-Brandenburg über einen Arbeitgeberpool, in dem Praktikumsbetriebe und potentielle Arbeitgeber gelistet sind. Ein persönliches individuelles Coaching, Vorbereitung, Begleitung und Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche und Arbeitsstellenvermittlung wird durch das Team HSI umgesetzt.
 
Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg.

Telefonisch erreichen Sie die Mitarbeitenden des Projektes Haftvermeidung durch soziale Integration unter der Rufnummer 0 38 76 / 78 34-28 sowie Mobil unter 01 73 / 7 45 82 62.

Sandra Arndt
Mitarbeiterin HSI
Haftvermeidung durch soziale Integration
„Arbeit statt Strafe“