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Wanderausstellung „Arbeit statt Strafe – Wir sind dabei!“ - Eröffnung am 12. März im Foyer des Landkreises Prignitz

21.02.2019 CJD Berlin-Brandenburg « zur Übersicht

Im Projekt Haftvermeidung durch soziale Integration (HSI) geht es um die  Integration von Straffälligen, Haftentlassenen und Haftgefährdeten. Zielgruppen sind Jugendliche und Erwachsene, deren Haftentlassung bevorsteht oder die bereits entlassen sind, Personen, die bereit sind, eine Geldstrafe abzuarbeiten und kriminell gefährdete Jugendliche, die mit Freiheitsentzug zu rechnen haben. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der  Vermittlung in Arbeit und Beschäftigung und dem Verhindern von Rückfällen.

Im Projektfeld „Arbeit statt Strafe“ werden im Landgerichtsbezirk Neuruppin jedes Jahr ca. 660 Klient*innen, die vom Gericht eine Geldstrafe verhängt bekommen haben, beraten und betreut. Wer wirtschaftlich nicht in der Lage ist diese Geldstrafe zu zahlen, hat die Möglichkeit diese Strafe durch gemeinnützige Arbeit abzuleisten. Um diese Aufgabe erfolgreich umzusetzen ist ein Netzwerk von sogenannten Beschäftigungsstellen notwendig, das sind soziale Einrichtungen und Vereine. In den Beschäftigungsstellen kommen die zu Betreuenden ganz unterschiedlich zum Einsatz, so können Hausmeistertätigkeiten übernommen werden oder aber Grünflächen gepflegt werden. Für die Einsatzstellen bedeutet der Einsatz der Straffälligen neben der Unterstützung aber auch fachliche Anleitung einer zusätzlichen Kraft, Überwachung der ordnungsgemäßen Ableistung der Stunden und Meldung an die Mitarbeitenden des HSI-Teams. Für diesen zusätzlichen Aufwand und das Engagement erhalten die Beschäftigungsstellen keine Vergütungen. Die Anleiter vor Ort sind Motivator und haben ein offenes Ohr für die KlientInnen.

Um dieses Engagement zu würdigen wurde im Netzwerk Haftvermeidung durch soziale Integration mit Unterstützung der Beschäftigungsstellen in den Landgerichtsbezirken eine Posterausstellung als Wanderausstellung konzipiert. Ab dem 12. März 2019 ist die  Wanderausstellung im Foyer des Landkreises Prignitz in der Berliner Straße 49 in Perleberg zu besichtigen. Mit Grußworten des Landrates Torsten Uhe und der Projektleiterin Andrea Lind-Wetzlmair wird am 12. März um 10.30 Uhr die Ausstellung eröffnet. Bis Anfang Mai können interessierte Besucher*innen die Ausstellung „Arbeit statt Strafe- Wir sind dabei!“ besuchen und sich ein Bild über das Projekt und die Einsatzstellen machen.

Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg.

Telefonisch erreichen Sie die Mitarbeitenden des Projektes Haftvermeidung durch soziale Integration unter der Rufnummer 0 38 76 / 78 34-28 sowie Mobil unter 01 73 / 7 45 82 62.

Sandra Arndt
Mitarbeiterin HSI
Haftvermeidung durch soziale Integration
„Arbeit statt Strafe“