Das CJD - Die Chancengeber CJD Berlin-Brandenburg

Ehrenamtliches Engagement im Strafvollzug

Straffällige Menschen benötigen Hilfe.

Individuelle Probleme

Die meisten Menschen sind in der Lage, ihre Lebensprobleme zu bewältigen, ohne mit der Justiz in Konflikt zu geraten. Dafür, dass Jugendliche, Frauen und Männer dennoch scheitern und straffällig werden, gibt es vielfältige Gründe. Dazu gehören vor allem finanzielle und berufliche Probleme, belastete familiäre Beziehungen, ein schwieriges soziales Umfeld, Sucht, fehlende persönliche Lebensperspektiven oder kulturelle Entwurzelung. Die individuellen Probleme, die zur Straffälligkeit geführt haben und durch eine Inhaftierung entstehen, können den Start in ein Leben ohne Straftaten erschweren.

Straffällig gewordene Menschen befinden sich in einer Konfliktsituation und bedürfen einer besonderen Unterstützung. Durch ehrenamtliche Betreuer/innen ist diese für viele Gefangene im Justizvollzug eine wertvolle Hilfe, um die Probleme während der Haft zu bewältigen und das Gefühl des Isoliert sein zu vermindern. Diese Möglichkeiten der Unterstützung von Strafgefangenen im Justizvollzug ist ohne gesellschaftliche Akzeptanz und Mithilfe engagierter Bürgerinnen und Bürger nicht möglich.

Sinnvolle Hilfe

Straffällig gewordene Menschen brauchen Begleitung und Unterstützung durch eine verlässliche und konstruktiv-kritische Beziehung zu Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren; z.B.:

  • beim Erlernen von Fähigkeiten und Fertigkeiten;
  • bei Aufbau und Stabilisierung von sozialen Beziehungen;
  • beim Umgang mit Geld und Schulden;
  • bei einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung;
  • beim Umgang mit Ämtern und Behörden;
  • bei der Suche nach Wohnung und Arbeit;
  • bei der Vorbereitung der Haftentlassung;
  • bei der Eingliederung in das Leben in Freiheit;
  •  

Sie können helfen ...
... und Ihr Leben bereichern.

Der Strafvollzug ist in besonderem Maße auf die Mitwirkung von Ehrenamtlichen angewiesen. Resozialisierung kann nicht allein die Aufgabe professioneller Fachkräfte sein. Ehrenamtliche bringen Zeit und zusätzliche Kompetenzen ein, die Professionellen nur begrenzt zur Verfügung stehen

Gute Voraussetzungen

Sie müssen keine Expertin/kein Experte sein. Folgende Fragen können Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen:

  • Haben Sie Zeit und suchen nach einer sinnvollen Tätigkeit in der Freizeit?
  • Sind Sie kontaktfreudig?
  • Hören Sie anderen Menschen gerne zu?
  • Möchten Sie sich auf Menschen in schwierigen Lebenssituationen einlassen?
  • Können Sie auch einmal „nein“ sagen?
  • Haben Sie Interesse an Bildungsarbeit und Erfahrungen im sozialen Bereich?
  • Haben Sie handwerkliche, sprachliche, sportliche oder kreative Fähigkeiten?
  • Haben Sie Interesse an religiösen und ethischen Fragen?
  • Sind Sie bereit, an einem Einführungskurs und regelmäßigen Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen?
  •  

Bestimmt verfügen auch Sie über Interessen und Kenntnisse, die inhaftierten Menschen zugutekommen können.

Ehrenamtliche im Strafvollzug müssen bestimmte Voraussetzungen mitbringen:

  • Neugier und Freude an einer interessanten Aufgabe
  • Interesse an Menschen
  • Einfühlungsvermögen
  • Konfliktfähigkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Frustrationstoleranz
  • ein Führungszeugnis ohne Eintragungen
  • Bereitschaft
    • zur Zusammenarbeit mit professionellen Fachkräften
    • zur Auseinandersetzung mit der Straftat des Klienten
    • zur Reflexion der eigenen Motive und Handlungen
    • zur Teilnahme an Fortbildungen und Fallbesprechungsgruppe

Vielfältige Möglichkeiten

Mit Ihrem bürgerschaftlichem Engagement im Justizvollzug unterstützen Sie die Arbeit der hauptamtlichen Bediensteten. Sie haben viele Möglichkeiten sich einzubringen:

  • Sie können zu Inhaftierten Briefkontakt aufbauen;
  • Sie können einen Menschen besuchen und während seiner Haft begleiten;
  • Sie können Ihre Fähigkeiten in eine Gruppe mit Gefangenen einbringen.
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Nachhaltige Unterstützung

Bürgerschaftliches Engagement im Justizvollzug ist eine anspruchsvolle, manchmal auch schwierige Aufgabe. Sie entscheiden, wie viel Zeit Sie sich dafür nehmen. Sie können mit Unterstützung rechnen durch:

  • ausführliche Information und Beratung vor Ort (jede Anstalt hat eine/n Ansprechpartner/in für bürgerschaftlich Engagierte);
  • Einführungsseminare und Weiterbildungsangebote;
  • regelmäßige Veranstaltungen zur Begleitung Ihrer Tätigkeit.

Kontakt

Ansprechpartnerinnen

Andrea Lind-Wetzlmair
Projektleiterin
andrea.lind-wetzlmair@cjdprignitz.de

Simone Miksch
Ehrenamtskoordinatorin
simone.miksch@cjdprignitz.de

Kontaktdaten

CJD Berlin-Brandenburg
Haftvermeidung durch soziale Integration
Reetzer Straße 73
19348 Perleberg

fon: 03876 78 34 38
mobil: 0173 74 58 26 2

Bürozeiten:

montags bis freitags, 08.00-16.00 Uhr
Außerhalb der Bürozeiten telefonische Bereitschaft über die Mobilfunknummer