Das CJD - Die Chancengeber CJD Berlin-Brandenburg

Beratungsstelle und ambulante Hilfe für Familie, Kitas und Schulen – Schwerpunkt Autismus-Spektrum und Herauforderndes Verhalten

Zugangsvoraussetzungen
Diagnostizierte Autismus-Spektrum-Störung, Verdacht auf Autismus
Rechtsgrundlage
§ 75 SGB XII, § 35a SGB VIII, Einzelfallvereinbarungen bei Vorliegendem besonderen Bedarfen
Zielgruppe
Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung und deren Angehörige
Dauer/Laufzeit
Fortlaufendes Angebot, 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag
Kosten
getragen

„Miteinander Brücken bauen“ – ist unser selbstgewählter Auftrag für die Angebote in der Beratung und Förderung von Menschen mit Autismus.

Die Entwicklung unseres Konzeptes zur frühen Hilfe für Menschen mit Autismus und ihrer Familien basiert auf der Grundlage unserer langjährigen Erfahrung in der entwicklungsunterstützenden Förderung und alltäglichen Betreuung von Menschen mit Autismus. Genauer: aus der daraus gewonnen Erkenntnis, dass eine früh aufgenommene, individuelle, fachspezifische und entwicklungsunterstützende Förderung in Kombination mit Beratung und Anleitung der Familie, zur Stärkung des sozialen Umfelds des Betroffenen, eine weitreichende Verbesserung der Lebenschancen bedeutet. Eine frühe Entwicklungsunterstützung kann somit nicht nur die individuellen Chancen des Klienten und seiner Familie nachhaltig verbessern, sondern macht auch viele weitere kostenintensive lebenslange Hilfeformen oft überflüssig.

Für Eltern und das betroffene Kind ist es bedeutsam den Alltag so zu gestalten, wie bei einem unauffälligen Kind. Dazu gehört vor allem der Besuch eines Kindergartens, der darauffolgende Schulbesuch mit anschließender Ausbildung oder Beschäftigung.

Die Bedeutung des fundamentalen Lernens durch die Eltern in den ersten Lebensjahren stellt sich bei Kindern mit ASS anders dar, als bei neurotypisch entwickelten Kindern. Während in der normalen Entwicklung die sozial-kommunikative, aber auch die kognitive Entwicklung spielerisch und beiläufig stimuliert wird, werden bei Kindern mit ASS Umweltreize in anderer Weise verarbeitet. Eine Störung der Eltern-Kind-Interaktion ist nachgewiesen (keine Reaktion auf den eigenen Namen, kein reaktives soziales Lächeln). Kinder mit ASS können nur schwer von den Reizangeboten der primären Bezugsperson profitieren. Die Andersartigkeit des Interaktionsverhaltens ihres Kindes führt bei Eltern meist zu Irritationen und Verunsicherungen.

Frühe Hilfen sehen wir als pädagogische und therapeutische Maßnahme für Kinder mit diesem Störungsbild. Die Maßnahmen der Frühförderung umfassen den Zeitraum der ersten Lebensjahre und können sich bis zur Beratung während der Ausbildung, oder auch darüber hinaus, erstrecken.

Die Familie und das soziale Umfeld des Kindes werden mit einbezogen.

Die Maßnahmen der autismusspezifischen Frühförderung und Frühförderberatung sollen durch direkte, anleitende und beratende Einwirkung auf das familiäre System einen Rahmen für die Entwicklung von Bindung und Beziehung zwischen Eltern und Kind schaffen.

In erster Linie ist es in diesem Bereich Aufgabe des professionellen Helfers, den Eltern ein klares Handwerkszeug für den Umgang mit ihrem Kind zu geben.

„Miteinander Brücken bauen“ – bedeutet somit für uns:

  • Mit ihnen gemeinsam Wege aus scheinbar ausweglosen Situationen zu suchen
  • Den Fokus auf die Einbindung aller Beteiligten und der individuellen Unterstützung auszurichten
  • Mit ihnen gemeinsam Stärken und Entwicklungschancen entdecken

Anwendung finden verschiedene Verfahren und Methoden:

  • Ganzheitliche Beobachtung zur Bedarfsanalyse
  • Systemischer Ansatz
  • TEACCH (Strukturierung)
  • PECS (Bildkarten-Austausch-Kommunikations-System)
  • SOKO (Soziales Kompetenztraining)
  • Entwicklungsbegleitende Wahrnehmungsförderung
  • Video-Home-Training
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