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Wohnstätte Seefeld

Wohnstätte Seefeld

Wohnstätte für Menschen mit einer geistigen Behinderung und Autismus

Das Konzept der Wohnstätte ist auf die speziellen Bedürfnisse autistischer Erwachsener abgestimmt. Das gesamte Wohnumfeld ist übersichtlich strukturiert und reizarm gestaltet. Die individuellen Hilfearrangements sind konzeptionell ausgerichtet an den Rahmenleitlinien für Menschen mit Autismus.

Die Einrichtung besteht aus dem Haupthaus mit Bewohnerzimmern, einem Gruppenraum, einer Küche und einem Nebengebäude welches für die Förderung genutzt wird.

Orientierung und Kommunikation

Wir bieten Menschen mit geistiger Behinderung und Autismus Orte zum Leben mit individueller Betreuung und Förderung. Unser spezielles, heilpädagogisches Angebot ist am konkreten Hilfebedarf und den Bedürfnissen des einzelnen ausgerichtet.

Wir sind uns der unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen bewusst und nehmen diese Herausforderung an. „Auffällige Verhaltensweisen“, die die Integration in Gruppen und Gesellschaft erschweren, sehen wir als Kommunikationsformen und suchen nach den dahinter stehenden Bedürfnissen und Verhaltensalternativen.

Mit einer verbindlichen Tagesstruktur, stabilen Bezugssystemen sowie durch Trennung der Lebensbereiche Wohnen und Beschäftigung gewährleisten wir Sicherheit und Orientierung.

Wohnen und Erleben

Unsere stationären Einrichtungen befinden sich in ruhiger, ländlicher Umgebung. Hier schaffen wir eine Wohnatmosphäre, die Wohlgefühl und Geborgenheit vermittelt. Das Umfeld ist reizarm gestaltet, übersichtlich und klar strukturiert. Im Innen- und Außenbereich ermöglichen verschiedene Funktionsbereiche sowohl Ruhe und Rückzug als auch Beschäftigung und Aktivität.

Vielfältige Freizeitaktivitäten, Urlaubsreisen und Ausflüge dienen der Integration und der Erweiterung des Erfahrungsraumes. Ziel ist es, unseren BewohnerInnen einen adäquaten, dauerhaften und verlässlichen Lebensrahmen zu bieten.

Der Förder- und Beschäftigungsbereich

Aufgrund der behinderungsbedingten Verhaltensproblematik finden unsere Bewohnerinnen und Bewohner in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung keine Beschäftigung. So werden sie im Rahmen unseres Angebotes in einem Förder- und Beschäftigungsprogramm in der Einrichtung eingebunden. Einer Arbeit beziehungsweise einer Beschäftigung nachzugehen, ist für die weitere Selbstständigkeitsentwicklung sowie Lebensqualität und das Selbstwertgefühl von hoher Bedeutung.

Ein klar strukturierter Tagesablauf, der sich durch ein hohes Maß an Verlässlichkeit auszeichnet, bietet Orientierung und Sicherheit und hilft, auffälligen Verhaltensweisen vorzubeugen.

Folgende Beschäftigungsbereiche werden angeboten:

  • handwerklich-kreative Tätigkeiten
  • Gartenarbeit
  • Hauswirtschaft

Die Trennung der Bereiche Wohnen und Arbeiten ist uns sehr wichtig, da dadurch ein Stück Normalität transportiert wird. Die klare Strukturierung des Tagesablaufes ist für die Betroffenen entscheidend, da sie im hohen Maße auf Überschaubarkeit angewiesen sind und an Hand des Tagessablaufes Orientierung erfahren.

Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden.
Es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun.                      Goethe

Wir ermöglichen den Bewohnerinnen und Bewohnern, innerhalb der gebotenen Tagesstruktur, eine angepasste, sinnvolle Beschäftigung.

Die Förderung der Fähigkeiten dient dem Selbstwerterleben und erweitert die Handlungskompetenz durch:

  • Entwicklungsbegleitende Wahrnehmungsförderung (basale Stimulation, therapeutisches Baden, tiergestützte Therapien)
  • Interaktions- und Kommunikationstraining
  • Schulung von Kognition/Didaktik
  • Handwerkliche und kreative Tätigkeiten (Textil-, Holzverarbeitung, Korbflechten)
  • Gemüse- und Kräuteranbau zur Eigenversorgung
  • Hauswirtschaft (Wäschepflege, Backen, Kochen)
  • Körpergebrauch / Sport

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